Salomonen Inseln

Wenn Träume war werden

Eine grüne Orange zum Frühstück

In einer herrlichen Welt angekommen zu sein, in der Wein und Honig fliessen, ist etwas verfehlt. Vielmehr sind es Kokosmilch, Ananas und andere, sehr seltene Früchte, aber auch Fische in allen Farben und formen. Süsswasser Kokille in den Sümpfen oder die herrliche Briese vom Meer. Das Wasser immer zwischen 23 und 25 Grad mit Sichtweiten über 10 Meter in die tiefen des Ozeans. Fantastisch klar und man könnte meinen unberührt.

Als wir am internationalen Airport von Honiara (Hauptstadt) in den Salomonen ankamen, wurden wir sehr herzlich begrüsst. Fast keine Menschenseele ist mit uns von PNG mitgereist und dementsprechend war dann auch die Abfertigung. Herrlich einfach und sehr effizient, wie ich es noch nie an einem internationalen Airport angetroffen habe.

Unser Flieger in die Western Provinz

Die Salomonen liegen im Pazifik und sind ca 28’800 km2 gross und seit 1973 „unabhängig“ von UK. Die 622’000 Einwohner sind Fischer und Händler. Sie leben grösstenteils von den Schätzen des Landes wie Tropenholz und anderen seltenen Rohstoffen.

Ein buntes Treiben von Menschen, die zu ihren liebsten nach Hause wollten, trafen wir ausserhalb des Flughafens an. Viele von ihnen arbeiten auf den verschiedenen Inseln die zum Salomon Archipel gehören.

Internationaler Airport Honiara/Salomonen

Wir reisten jedoch nach ca. 4 Stunden weiter in die Western Provinz nach Gizo. In dieser Umgebung wimmelt es nur so von einsamen Inseln und Lagunen. Nicht umsonst ist hier eine der grössten Lagunen der Welt beheimatet.

Eine von unzähligen Inseln

Dadurch, dass wir eine Adresse zum privaten Sein hatten, konnten wir ein kleines Haus in einer Village bei Vavanga für ca 800 SBD oder ca. Fr100.- mit Morgenessen übernehmen.

Die Bewohner waren jedoch eher zurückhaltend im Gegensatz zu PNG. Die Einheimischen sehen uns Weisse als Besucher, die sich kurz für sie interessieren und danach weiterziehen. Was ja ok ist, mir aber nach PNG, eher befremdend vorkam.

Die Salomonen sind viel weiter entwickelt als PNG. Auch hier ist die co2 Problematik und deren Folgen wie die Globale Erwärmung angekommen. Viele Bewohner wollen den Regenwald schützen, sind aber durch Staatliche und persönliche finanzielle Verpflichtungen durch die Jahre von den Tropenholz Händlern, die aus Malaysia bzw. auch aus China kommen, verpflichtet und abhängig geworden.

Jeden zweiten Abend kam das Logger Schiff und holte Unmengen von Tropenholz ab. Das beladen dauerte immer die ganze Nacht…

So haben die Holzfäller, die Einheimischen durch Geschenke, wie den Bau einer Schule oder dem „günstigen“ Verkauf von Bauholz, abhängig gemacht bzw. in die Verschuldung getrieben.

Umgebung erkunden

Die Dschungel Trips waren dennoch, wunderbar und ich versuchte mich in der Art wie die Einheimischen, durch den Urwald zu bewegen…Ja nicht reinfallen… die wilden Wasserbewohner sind allgegenwärtig.

Ohne Schuhe hat man(n) in dieser Umgebung mehr Sinn für die Gefahren und bewegt sich vorsichtiger oder eben mit der Natur..
Dschungel Wasserfall

Wasserfälle und kleine Flüsse begleiteten uns. Denen ist aber immer mit einer gewissen Vorsicht zu begegnen, da man nie weiss, welche Zeitgenossen in diesen Gewässern schwimmen. Piranhas, Krokodile oder kleine Wasserflöhe aber auch Blutegel waren unsere Begleiter. Krokodile bekamen wir aber leider nie zu Gesicht. Wir wurden von unseren Hausbesitzern nur intensiv davor gewarnt.

Die Tage am Meer

Nach unserer Zeit bei den Einheimischen die uns sehr nett und mit einer wunderbaren Küche verwöhnten, wurden wir per Schiff auf die andere Seite der Insel gefahren. Wir schauten uns zwei Resorts an…. Aber wir entschieden uns spontan für das Erste.

Der Besitzer begrüsste uns mit einem perfekten Englisch mit Schweizer Akzent. Er stellte sich als Hans vor und ich antwortete spontan auf (Schwizertüsch) was dann auch für einen aufhellenden Nachmittag sorgte.

Film

Das Resort heisst. (relax@sanbisresort.com) und ist jeder Zeit eine Reise wert. Hans wird es freuen. Ein schöner Gruss wirkt Wunder… :-)))

Ein Foto aufgenommen unter der Bar des Resorts von Hans
Muscheln so weit das Auge reicht. Ein Schatz von unermesslicher Schönheit..
Die kleinen Nemos sind die frechsten und lustigsten und springen dir an die Taucherbrille in sagenhaften 1.5m tiefe…
Leider sind solche farbigen Korallen sehr selten.

2007 vernichtete der Tsunami praktisch die gesamte Fauna und Flora unter Wasser, die sich durch die Klimaerwärmung noch langsamer erholt.

Kampfflieger der US Airforce aus dem zweiten Weltkrieg auf ca 15 m tiefe..

Der zweite Weltkrieg ist auch hier allgegenwärtig. In den Gewässer der Salomonen bzw der gesamten Südsee von Fidschi über Vanuatu bis Palau liegen Unmengen von Schrott des zweiten Weltkriegs sowohl im aber auch um all den wunderschönen Inseln. Vor allem der Japanischen- und Deutschen Streitkräfte. Aber auch der US-Armi und Australien bzw der Alliierten.

Die Ozeane haben diese Umweltkatastrophen längst Verdaut und nun dienen diese Relikte des Welthorrors, den Fischen als Versteck, den Korallen als Basis und den Tauchern als Hinglitt und Fotosujet…

Und weiter gehts morgen nach Japan…

Eine Antwort auf „“

  1. Lieber Adrian,
    man hat immer so das Gefühl, man ist grad mit dabei – auch, was Du über die Salomonen schreibst…ich wünsche Dir für Deine Japan-Reise alles alles Gute
    und viele schöne Erlebnisse…
    Herzliche Grüße
    Christine

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