Reisen

Kuba (Oktober / November 2016)

Die Reise durch Kuba hat uns eine wunderbare Welt näher gebracht. Havanna ist lieblich. Die Menschen lieben das Leben und als Tourist fühlt man sich sehr willkommen. Ein lebensfrohes Volk mit ganz eigenen Nöten und Ängsten wie es jedes Volk hat.

Kambodscha (Dezember 2015 / Januar 2016)

Kambodscha ist ein faszinierendes Land. Die Menschen sind viel zurückhaltender als die Thailänder aber nicht weniger liebenswürdig.

Die Zurückhaltung ist nicht verwunderlich, wenn man die Vergangenheit Kambodschas kennt. Die Grausamkeiten die das Volk durch die USA und Frankreich mit dem Vietnamkrieg und dann, mit dem Krieg durch die Roten Kmehr erfahren mussten, hinterliessen seine Spuren.

Man fühlt, die aus meiner Sicht ängstlichen Haltung gegenüber westlichen Touristen förmlich.

3’000’000 Kambodschaner wurden durch die Roten Kmehr umgebracht. Das Land hatte zu dieser Zeit eine Bevölkerung von ca. 8 Millionen Menschen… Ja, es macht sehr betroffen wenn man mit nachdenklichen Einheimischen über die Killing Fields schreitet, auf denen Kinder gegen Bäume geschlagen wurden. Oder unzählige Menschen bei lebendigem Leib mit Bulldozern verscharrt wurden. Und was hat der Westen dagegen unternommen? Nichts. Die Elite der Roten Kmehr entstanden nach dem Vietnamkrieg.

Zu holen an Bodenschätzen gab und gibt es in Laos und Kambodscha nichts und so hat man sich nicht mehr darum gekümmert!! Über Kambdoscha und Vietnam wurden ca. 8x mehr Bomben abgeworfen, als über Deutschland während des zweiten Weltkrieges. Bis heute gibt es viele Minen Suchtrupps, die mit primitivsten Mitteln das Land von dieser Gefahr befreien.

Den offiziellen Westen interessiert das nicht. Die, die dieses Desaster angerichtet haben überlassen ihre Ausgeburt der Verwüstung, den Einheimischen.

Auf langen Bergketten gibt es keinen Baum und keinen Strauch mehr. Die Entlaubung des legendären Ho Chi Minh Pfad hat ganze Arbeit geleistet – bis heute. Und keinen interessiert es!

Diese junge Kambodschanerin hat mir die Killing Fields und eines der Foltergefängnisse gezeigt. Ich denke ihre Augen sagen viel mehr als 1000 Worte…

Die Hauptstadt Phnom Penh

Ein buntes treiben durch Menschen, Motorrädern, Fahrrädern, Autos, Bussen und gelegentlich so was wie ein Last- oder Lieferwagen. Auf einer 4-Spurigen Strasse kann es schon mal sein, dass dir 6 oder mehr Fahrzeuge entgegenkommen. Ein funktionierendes Chaos. Herrlich, zuzusehen!

In der Stadt habe ich mich ca. 5 Tage aufgehalten inkl. Anreise. Die Foltergefängnisse und einige Wahrzeichen, die durch die Roten Kmehr gebaut wurden und mehr schlecht als recht dastehen, habe ich im durch verschiedene Streifzüge durch die Stadt besucht.

Über den bekannten See Tonlé Sap, der ca 25’000 km2 ausmacht, bin ich dann nach Siem Reap gefahren. Nein, nicht ganz. Eines Station davor bin ich ausgestiegen und zu Fuss weiter. Ca. 90 km in 3 Tagen mit Sack und Pack.

Auch hier wurde ich vor den Minen, die noch immer überall im Land verstreut sind, gewarnt.

Gesagt, getan. Ich machte mich zu Fuss, mit zwei Flaschen Wasser und meinem Gepäck auf den Weg. Gegen Abend wurde ich müde und suchte nach einer Übernachtungsmöglichkeit, die nicht zu finden war. Einfach draussen schlafen ging auch nicht. Die Schlangen sind allgegenwärtig, obwohl ich keine gesehen habe.

Nach ca. 25 km wurde ich auf einem Eselkarren mitgenommen und in einem Dorf abgeladen. Da fragte ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit aber niemand konnte Englisch, Deutsch oder Französisch. Also gestikulierte ich mich durch die Gegend und siehe da, ich wurde verstanden.

Die Marktdamen tuschelten und eine der Anwesenden lief los, um nach ca. 5 Minuten mit einer wesentlich älteren Dame zurückzukehren. Diese musterte mich prüfend, ergriff meinen Oberarm und zog mich zu einer der nahen Hütten.

Es ist üblich, dass die Familienmitglieder in dieser Region gemeinsam in einer Art Behausung schlafen die aus unserer Sicht, eher als Unterstand gewertet werden könnte. Für mich wurde angrenzend, aus Bananenblättern, ein Lager hergerichtet auf dem ich nächtigen durfte. Eine herrliche Erfahrung die ich nie missen möchte.

Ich war müde und genoss die merkwürdig friedliche Stimmung inmitten all der fremden Menschen. Ja, ich fühlte mich zuhause. Das passierte mir in meinem Leben noch nicht oft, aber Kambodscha hat etwas in mir ausgelöst. Danke Kambodscha.

Am nächsten Tag lief ich früh am Morgen los und kam erstaunlich schnell vorwärts. Am Abend hatte ich diesmal auch noch das Glück, ein kleines Hotel zu finden, wo ich duschen und mich richtig hinlegen konnte.

Auch der folgende Tag war sonnendurchflutet es kam mir vor, als ob ich fliegen konnte. Ja, mit Früchten viel Wasser und zwei Bier im Rucksack machen das Leben so wunderbar einfach und eben es ergibt schon fasst den Modus von fliegen, wenn da die Blasen an den Füssen nicht gewesen währen. ;-)))

Sieam Reap / Ankor Wat

Ecuador (November 2013)

Ecuador ist ein Land mit vielen Gesichtern.

Wir landeten in Quito und hatten so viele Pläne. Wir hatten 4 Tage in Ecuador geplant und sind von der Hauptstadt aus in die Berge gefahren. Die Ecuadorianer sind ein charmantes Volk , sehr hilfsbereit und fröhlich. Leider hatten wir für das Festland zu wenig Zeit um tiefer in die südamerikanische Kultur einzutauchen. Dennoch haben wir die Stunden und Tage genossen. Einige Impressionen siehst du auf den folgenden Fotos.

In Quito kann der Äquator überschritten werden. Ein erhabenes Gefühl im Norden und gleichzeitig im Süden der Erde zu stehen.

Einige wunderbare Begegnungen hatten wir auf einem Markt in den Bergen nah von Quito. Die Einheimischen lieben „exotische“ Begegnungen mit beispielsweise uns Europäern. Leider ist mein spanisch sehr dürftig, aber meine Begleitung konnte sich sehr gut verständigen , wodurch wunderbare Momente entstanden.

Galapagosinseln (November 2013)

Galapagos ist jederzeit wieder eine Reise wert. Die tierischen Begegnungen haben eine unglaubliche Tiefe und liessen mich nie wieder los. Aber dazu später.

Ein Traum ging in Erfüllung.

Peru (November 2013)