Japan Teil 1/2

Im Land der aufgehenden Sonne angekommen. Und mit Recht trägt Nippon diesen Namen..

Japan hat 127 Mio Einwohner und eine Fläche von 377.8 km2. Durch die Länge des Landes ca. 3`200 km inklusive Naha bzw. Okinawa. Das ganze Inselreich umfasst ca 6`848 Inseln wenn man die Hochwasser Zeit nicht mit einbezieht.

Tokyo

Eines Stadt der Superlative. Tokio umfasst inklusive aller Aussenbezirken ca 32 Millionen Einwohner. Bzw. Ca. Jeder 4te Japaner lebt in Tokyo..

Damit ich mich frei durch das ganze Land bewegen konnte. Wurde mit ein JAPAN RAIL PASS von meinem Reisebüro empfohlen. Dieser Typ entpuppte sich als sehr gute Investition von ca Fr. 450.-

Alls ich mich für Japan entschied wurde mit von vielen Seiten mit den Tücken der japanischen Sprache und das alles in den Bahnhöfen (nur) in Japanisch angeschrieben währe etwas Respekt eingeflösst. Doch alles hat sich als sehr einfach herausgestellt.

In Tokyo kam ich um ca 19.30 an. Es war schon dunkel und ein riesen Gewusel auf dem Flughafen und auf den Bahn-Perrons. So, aha und jetzt.. Ich musste mich nicht mal darum kümmern, kam eine sehr charmante Dame auf mich zu und half mit den Rail-Pass-Voucher einzulösen. Herrlich mit so viel Sympathie am anderen Ende der Welt aufgenommen worden zu sein. Sie begleitete mich zum Schalter des JR-Büros und verabschiedete sich mit einer tiefen Verneigung.

Ich suchte mir nach der langen Anreise rasch ein Unterkunft in Tokyo was sich dan aber als nicht so einfach herausstellte. Dadurch, dass ausgerechnet am 9 Februar ein Feiertag ist und ein verlängertes Weekend anstand waren alle Hotels besetzt…. Ausser solche für über SFr. 1‘000.- die gab es noch. Ich entschied mich dann für ein Taxi, das mich aus dem Stadtzentrum brachte und ein günstiges Hotel gefunden werden konnte. Fr. 200.- sind aber sehr günstig für Tokyo.

So und jetzt. Ich entschied mich für die zweitgrösste Stadt Japans zu besuchen. Also stieg ich mit meinem neuen Rail-Pass, am nächsten Morgen in den Schnellzug von Tokyo nach Kyoto.

Herrlich und schon sass ich in einem der berühmten Schnellzüge nach Kyoto. Vorbei an den riesigen Toyota- und Sony Produktionshallen. Diese im Norden der Hauptstadt ziemlich präsent. So weit das Auge reichte Industrieanlagen und Bürogebäude

Kyoto

Eine herrliche Stadt. Grossstadt Feeling vom feinsten. Paläste, Tempel und viele Touristen. Ich entschied mich immer jeweils ein Hotel in der unmittelbaren Umgebung des Hauptbahnhofes zu nehmen, damit ich nach dem Ausgang mindestens die Richtung kannte und die Japaner mich verstanden. Verstehen ist etwas zu viel gesagt. Ich denke 10% der Japaner sprechen eine Fremdsprache, alle anderen nicht im entferntesten. Was ja auch ein Vorteil sein kann…. wenn ich an mein *wahnsinns* englisch denke…

Mein App. Maps.me wurde dadurch mein ständiger Begleiter. Offline mit allen Infos über meine Zielort.

Kyoto ist ein absolutes Muss. Ich denke nachdem ich einige Städte gesehen habe, ist Kyoto die schönste Stadt Japans. Ich hoffe, ich beleidige damit niemanden…

Der Kimono ist allgegenwärtig

Kyoto ist das Zentrum oder die Grüdungsstäte der Samurai und Ninja Kultur. Da ich schon immer ein Dolch eines Samurai wollte. Entschied ich mich auf die Suche zu machen um einen richtigen Dolch zu erstehen. Am zweiten Tag gelang mir dieses Kunststück…. aber ich entschied mich für die einfachste Version. Der kleine Shop ab vom Tourismusstrom war eine Augenweide. Ein von a-z von Hand gefertigtes Samureischwert kostet schnell über SFr. 10`000.-

Hiroshima

Ein sehr trauriges Kapitel der Geschichte. Ich besuchte in dieser wunderschönen Stadt das Memorial des Friedens und schaute mir auch das Museum an. Beim Abwurf von Littel-Boy (Code Name) am 6.8.1945 starben 145’000 Menschen. Die Folgend sind bis heute spürbar.. Ich glaube aber, genau dadurch haben sich die Japaner zu einem unglaublich starken und unabhängigen Volk entwickelt.

Kagoshima

Ich wollte mindestens einer der 110 aktiven Vulkane Japans sehen und so entschied ich mich ganz in den Süden des Festlandes zu reisen. Rail-Pass sei dank. Die ca. 550 km verflogen. Mit knapp 300 km/h oder in ca 2 Std und 20 Minuten war ich am südlichsten Punkt angelangt. Eine wunderbare alte Stadt. Im Charakter wie auch in er Begegnung mit Einheimischen. Viele haben mich angesprochen woher ich komme…. Mit Händen, Füssen und viel gutem Willen versteht man die ganze Welt. Ich habe mich zusammen mit den Japanern so köstlich amüsiert… Karaoke ist Volkssport Nummer eins. Jeder singt …. Mein Film sagt mehr als 1000 Worte.

Die zweite grosse Leidenschaft ist spielen. Alle spielen. So gibt es in der Stadt oder Dorf Spielkasinos. Aber es geht kaum um Geld. Sie spielen mit Stahlkuglen. Es ist sehr laut und fast unerträglich… Aber den Japaner gefällts.

Foto von 08.30 Kagoshima

Besuchte einer von 110 aktiven Vulkanen Sakurajima

Lava-Verbaung

Ich besuchte auf der Anderen Seite der Stadt eine Landzunge mit dem grossen aktiven Vulkan Sakurajima. Ein sehr touristisches unterfangen. Als ich mit der Fähre ankam wurde ich sanft in ein Bus mit 30 weiteren Touristen verfrachtet.

Eigentlich wollte ich laufen. Aber der Touristen-Guide hat mich dann aufgeklärt, dass es gefährlich sei.

Oder anders gesagt die Bevölkerung rund um den Sakurajima lebt mit der ständigen Gefahr eines Ausbruchs… Jeder Zeit und immer möglich

Schutzraum bei plötzlichen Eruptionen
Kunst auf dem Weg ist in Japan allgegenwärtig

Nach der typischen Turi-Bus Seizing Tour machte ich mit dem Bus-Fahrer einen kleinen Diel. Ich verabschiedete mich und wanderte alleine vom Berg ins Tal. Was dann auch prompt auf grosses Interesse der Anwohner stiess.. einmal mehr Japanisch-Englisch…. mit Händen und Füssen.. einfach herrlich..

Ich besuchte auf dem Weg einen Schrein. leider war dieser ganz verkommen und ich musste mich durch das Dickicht „kämpfen“. Da ich immer ein Wanderstock dabei habe wurde ich durch ihn von einer Tretfalle verschont. Ich hatte grosses Glück. Das hätte mich glatt ein paar Zehen gekostet.

Fussfalle am Berg
Privatgarten

Am Abend zurück in Kagoshima, nach ca 23 km Fussmarsch badete ich meine Füsse im heissen Quellwasser. Diese Bänke mit Fussbändern giebt es in der ganzen Stadt.

Baden im Vulkanwasser

Beppu

So…. nachdem ich jeden Tag zwischen 15 und 25 km gelaufen bin habe ich mich für zwei Tage Wellness entschieden und bin ca 350 km. Nach Beppu gereist. Es heisst es sei die Hölle Japans… Also wenn die Hölle so aussieht… da bin ich ja gespannt wie der Himmel sich arrangiert.

Ich wurde auf dem Bahnhof angesprochen. Woher ich komme und wohin ich gehen möchte. Was meine Pläne im Beppu seien. Ich wurde dann von einer charmanten Jungen Dame die ein Studium in Marketing und Turistik macht begleitet. Ein Hostel mit eigenem Heisswasser Bad herrlich. Oder ein typisches Restaurant das seinesgleichen sucht.. wunderbar ist es in der Hölle… Was mich dann auch dazu brachte zwei Tage zu bleiben.

Köchin des Abends
Zum essen in Beppu mit der charmanten Reiseführerin

Am zweiten Tag machte ich dann noch die Sandkur mit heissem Lavasand über mir und unten heisses Wasser der Quelle. Meine Erkältung war am nächsten Tag wie weg geblasen.

LavasandspaSpa auf Japanisch

3 Antworten auf “Japan Teil 1/2”

  1. Lieber Adrian

    Deine Reiseberichte sind sehr interessant und spannend zum Lesen. Herzlichen Dank. Das Video war sooo lustig. Ich musste lachen……

    Geniesse es, bis bald

    Lieber Gruss Sandra

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  2. Ciao Adrian,
    hey einfach Super etwas von Deiner sehr spannenden Reise mit zu bekommen !! Bin immer wieder auf Deinem Blog. Wünsche Dir weiterhin viele spannende Begegnungen, Erlebnisse, Eindrücke und und und…..bliib Gsund

    Beschti Grüess

    Fredi

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