Mikronesien 2/2

Palau / oder die Farben des Meeres 

Die Welt in Bildern, denn Bilder sagen mehr als, als… oder anders gesagt ich war sprachlos und knipste und schaute nur noch.Palau ist eine Inselgruppe mit über 500 Inseln. Es leben ca 18’000 Einwohner auf der Insel. Seit 1994 ist die Inselgruppe selbständig und hat sich in einer Urabstimmung von den Vereinigten Staaten losgelöst. 

Ich bin in der Nacht vom 1. auf den 2. März nach Palau geflogen. Die Reise von Guam nach Palau verlief ohne grosse Zwischenfälle und war unspektakulär.

Nach Plan wurde ich am Flughafen abgeholt und verbrachte eine Nacht in einem kleinen Hotel.

Am nächsten Tag machte ich mich wieder reisefertig und verlies die Hauptinsel Richtung Peleliu

  Karte Palau Inselstaat

Die überfahrt mit der Transportfähre war sehr bereichernd. Die Einheimischen freuten sich sichtlich über meine Anwesenheit. Ich wurde mit Bier und Früchten, die sie mitbrachten, bestens versorgt und unterhalten. Nach ca. 3.5 Std wurde ich am Hafen abgeholt und für die nächsten 3 Tage in mein kleines Paradies befördert.

Einfahrt mir der Fähre in Peleliu

Am nächsten Tag umrundete ich zu Fuss die Insel. Doch als ich die Strasse bzw. den Gehweg verliess und durch den Primärwald lief, übersah ich ein Spinnennetz. Ich wurde, im wahrsten Sinne des Wortes, wie von der Tarantel gestochen auf den Weg zurückbeordert. 

Mein Lieblings Tier…

Ich lief in ein Spinnennetz und wurde gestochen. Es fühlte sich an als würde ich mit einem Dartpfeil an Kinn und Knie beschossen. Ein komisches Gefühl… ich wurde ziemlich schwach und machte dann ca. 2 Std. Pause. Danach ging es wieder einigermassen.. Ich hatte ja noch ca. 8 km Fussmarsch vor mir und sollte vor dem eindunkeln im Resort ankommen. 

Der Rückweg verlief gut, ich konnte wieder gehen und der Schmerz und die Schwellung hatten sich gelegt, alles halb so wild. 

Im Resort erzählte ich die Geschichte, was zur Belustigung der Einheimischen beitrug. Die Einheimischen kennen diese Art von Spinnen und waren sichtlich weniger beeindruckt als ich. 

Auf dem Weg traf ich wiederum auf verschiedenen Militärschrott: Vom abgestürzten Flieger, über Flugzeugmotoren, bis zu Panzerfracks der Japaner, alles da. 

Japanischer Panzer zweiter Weltkrieg
Flugzeug der Japanischen Streitkräfte aus dem zweiten Weltkrieg
Motoren von abgestürzten Flugzeugen liegen im Park
Torpedo aus dem zweiten Weltkrieg

Seemiene aus dem zweiten Weltkrieg

Als ich am nächsten Tag das Rauschen des Meeres nochmals in mich aufzog, erforschte ich die Insel von der oestlichen Seite her. Auf dieser Seite fand ich ganz grosse rostige Trümmer mit Metallschlaufen. Ich wusste nicht was das war und erkundigte mich bei einem Fischer..

Er erklärte mir, dass dies Walbojen der Japaner seien. Wenn ein Wal mit der Harpune getroffen wird, wird die Walboje am Ende des Harpunenseils ins Wasser gelassen und gewartet, bis der Wal sich erschöpft ergibt. Ich habe viele solcher Bojen gesehen und fragte mich wie man nur solch brutale Methoden anwenden kann um so wunderbare Tiere zu jagen…

Ca. 2 km weiter oben, wo die philippinische See mit voller Wucht auf das Festland der Insel trifft und einem durch den Lockruf des Meeres das Fernweh einmal mehr oder eben MEER packt um immer weiter zu laufen, fahren, fliegen oder segeln. Dort sass ich schweigend und in Gedanken versunken und der Sonne zusah wie sie mit der Spiegelung mit des Meeres spielte….

Wurde ich plötzlich etwas abrupt von einem Einheimischen aus meinen Gedanken gerissen. Er riet mir eingehend mich hier, ca. 20 Meter über einer flussähnlichen Lagune nicht ins seichte Wasser zu stürzen um zu baden. Hier gäbe es Krokodile die immer wieder für Aufsehen sorgten. Guter Tipp, dachte ich… Also merkte ich mir; Überall wo Mangrovenwälder wachsen und das Salz- sich mit dem Süsswasser vermischt, sind wohl auch die aggressivsten Zeitgenossen der Erde zuhause..

Am nächsten Tag, auf der Rückfahrt mit der Fähre genoss ich die sanfte Briese. Es hatte viel weniger Menschen an bord und ich durfte die Fahrt ganz oben auf dem Dach der Fähre geniessen. An jedem anderen Ort der Welt wäre das strengstens verboten.

In Koror im Hotel Royal Resort angekommen, wurde ich herzlich und professionell in Empfang genommen, obwohl ich ein Backpacker bin. Von den anderen Hotelgästen etwas verwundert beäugt, erhielt ich schnell den Schlüssel um duschen zu gehen. Herrlich, alles funktioniert in diesem grossen und super ausgestatteten Hotel… Typisch, es ist ja auch eine japanische Kette.

Tauchen auf Palau

Über die beiden Tauchgänge am nächsten Tag gibt es nicht viel zu berichten. Oder anderst gesagt «Bilder sagen mehr als 1`000 Worte». Überwältigend war es. Aber für Taucher wie ich, also Frischlinge, etwas bemühend. Die Tauchbasis für Neulinge ist nicht zu empfehlen. Zwei Tauchgänge für CHF 160.— und CHF 50.- damit du überhaupt tauchen darfst.

Die Tage auf Palau habe ich richtig genossen. Und nun noch ein Ausflug der Superlative: Am Morgen des 7. März wurde ich dafür mit einem Touristenbus abgeholt und mit vielen Koreanern und Japanern ging es auf den Weg. 

Milky Way

Als erstes der Milky Way. Eine Bucht umrahmt von dicht bewaldeten Inseln. In dieser Bucht war das Wasser ganz milchig… Ich fragte mich warum und tauchte schnell auf den Grund der Lagune. Alles Weiss, eine Art Mörtel mit dem man sich einschmieren konnte. Eine wunderbare Alternative zum Schlammbad oder einem herkömmlichen Spa. Alle auf dem Schiff schmierten sich zur eigenen und allgemeinen Belustigung damit ein. Die morgendlich ruhige Stimmung wich schlagartig und alle fingen an miteinander zu sprechen. Na ja, die Japaner hatten mal wieder grosse Probleme mitzuhalten, aber mit Händen, Füssen und sehr viel Schlamm, ging es dann doch. 

Jellyfisc -Lake

Der Jellyfisch-Lake ist eine  Begegnung der dritten Art. Ein Mix aus Salz- und Süsswasser in dem angeblich harmlose Quallen schwimmen würden. So hatte man mir den Ausflug schmackhaft gemacht. 

Ich hatte grosses Glück, denn der See war bis Ende des letzten Jahres für 5 Jahre geschlossen worden und niemand durfte darin baden. Eine Art Seuche hatte sich eingeschlichen und die sagenhaften Tiere verendeten zu Tausenden. Doch jetzt hatten sich der See und die Tiere erholt und die Touristen dürfen dem einzigartigen Naturschauspiel wieder beiwohnen. 

Bis jetzt war mir die Qualle als giftig und sehr gefährlich bekannt, doch was ich in diesem See erlebt hatte, war wunderschön und schlicht märchenhaft. 

Der See ist noch nicht ganz renaturiert, aber die Population erholt sich zusehends und prächtig.

Die Tiere sind nicht gerade klein, aber verschmelzen zu einer harmonischen Gemeinschaft in diesem einzigartigen See. 

Ganz vorsichtig nahm ich die ein oder andere in die Hand um mich mit ihnen anzufreunden. Ein unbeschreibliches Gefühl des Friedens und der Harmonie kam in mir auf, wie ich es so nur selten erlebt hatte. Ja, man könnte sich beinahe in diese wunderbaren Tiere verlieben. Ich empfehle jedem der Palau besucht, diesem See und meinen neuen Freunden die Gunst zu erweisen. Denn die Begegnung mit der dritten Art ist so unglaublich schön, schlicht unbeschreiblich.

Am letzten Tag meines Palau Aufenthaltes genoss ich die Hotelanlage und schrieb mich durch den Tag…

2 Antworten auf “Mikronesien 2/2”

  1. Hallo du Weltenbummler danke für die grandiosen Fotos weiterhin viele tolle Erlebnisse und weiterhin bleib gesund und liebe Grüsse mamme

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  2. Hallo Adrian
    Super Bericht und wahnsinnige Fotos…bin gespannt wie es weiter geht.
    Viel Spass und tolle Erlebnisse:
    Liebe Gruess Marianne

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