Qatar / Doha

Im Lande des Scheichs.

(Mein vorerst letztes Reiseziel und auch Beitrag.)

Die Halbinsel Katar ist eines der Emirate am persischen Golf. Mit ca 800’000, Katarer und ca. 2 Mio. arbeitswilligen Gastarbeiter vorwiegend aus Indien, Pakistan und Bangladesch. Die Katarer arbeiten nicht, sie kontrollieren. So hat mich einer von ihnen aufgeklärt.

Ich konnte keine tiefen Recherchen machen. Aber mein Eindruck war durchwegs positiv, was die «bösen» Araber angeht und deren Ausnutzung der Fremdarbeiter.

Die derzeit angespannte Situation von Katar hat vor allem damit zu tun, dass Saudi-Arabien der unmittelbare, grosse Nachbar (Freund der USA), das Land Katar sozusagen boykottiert. 

Aber das Emirat wird von Tag zu Tag unabhängiger und behauptet sich in der Welt. Ich habe viele Parallelen mit der EU und der Schweiz gesehen.

Ich freute mich sehr auf den Flug mit Qatar Airways, denn die vorherigen Flüge mit UA United Airlines waren alles andere als angenehm. 

Beispielsweise wollte ich beim Flug Palau – Manila den Sitz wechseln, aber da wurde ich mit einem breiten US-Akzent zurückbeordert. Die vorderen Sitze waren jedoch alle frei. Als ich und mein Sitznachbar noch einen Spruch machten, wurden wir direkt notiert und von der Security registriert. Willkommen in einer UA – Amerikanischen Fluggesellschaft.
Sitze vor uns

Die Qatar Airways war dann schon viel entspannter (siehe Fotos). Die beiden Frauen und die Kleine waren meine Sitznachbarn. So dachte ich, das werden lange 8 Stunden. Als die Kleine anfing zu weinen und zu jammern, nahm ich meine Mundharmonika aus dem Gepäck und spielte sie in den Schlaf. 

So hatte ich für die ersten zwei Stunden Flug weitere Spielaufträge, bis dann 3 weitere Kinder schliefen und ich den einen oder anderen Film schauen konnte. 

Um ca. 23:30 Uhr landeten wir in Dakar. Ich hatte mein Zimmer schon vor dem Abflug in der Nähe der Stadt gebucht, so dass ich nur noch ein Taxi suchen musste und um ca. 00:30 Uhr schlafen gehen konnte.

Am nächsten Tag stand die Besichtigung der sagenumwobene Stadt Doha auf dem Tagesplan. Ich wohnte ca. 15 km ausserhalb der Stadt, direkt am Strand, mit Sanddünen und Meeranschluss. Herrlich mittendrin zu sein und doch ein sehr ruhiges Zimmer zu haben.  

Als erstes besuchte ich am Sonntagmorgen eine nahegelegenen Werft. Diese ist spezialisiert auf die Restaurierung von Holzschiffen. Als ich so durch die Wert streifte und die majestätischen Teakholz-Schiffe bestaunte, wurde ich angesprochen. Woher ich denn komme und warum ich in Katar sei. Nach einem längeren Gespräch bei arabischem Kaffee wurde ich eingeladen, eines der Schiffe von innen zu besichtigen. Ein Traum von einem Schiff, zumindest für mich. Jeder der Jungs mit denen ich Kaffee getrunken hatte, besitzt mehrere von diesen Schiffen. 

Leider hatte ich zu wenig Zeit in Katar eingeplant. Wäre ich noch 3 Tage länger in Katar geblieben, hätte ich mit dem neu restaurierten Schiff, dem Eigner und der Mannschaft für 4 Tage auslaufen können um fischen zu gehen. Sehr schade… aber ich komme wieder das habe ich den Jungs versprochen.  

Die folgenden Fotos verraten viel über die Stadt Doha. Die sich in den letzten 20 Jahren zu einer Weltstadt mauserte. Unglaublich, was in den letzten Jahren aus dem Boden gestampft wurde. Und was noch alles geplant ist…unglaublich! Ich weiss, viele werden jetzt denken… geh mal nach Dubai oder Riad oder wo auch immer. Das Oel und Gas hatte diese Staaten unglaublich reich gemacht. 

Infrastruktur für die Fussball-WM 2022: Das Land wird super gerüstet sein. Jeder der ein Ticket hat, kann sich freuen.

Der Emir von Katar ist erst 38 Jahre alt und sein Ebenbild hängt an jeder Hausecke. Er ist ein weitsichtiger Herrscher und investiert in viele internationale Projekte. Ob Museen, Infrastruktur oder neue Industriezweige wie erneuerbare Energien usw. 

Der Fond von Katar ist aber auch an sehr vielen Firmen in Europa beteiligt wie z.B der CS Gruppe oder auch mit einer sehr hohe Beteiligung am Siemens-Konzern und vielen mehr.  

In der Altstadt von Doha gibt es vieles zu sehen, zu schmecken, aber auch die feinen Stoffe aus Indien zu fühlen. Ich kam mir vor, wie ein Seidenhändler aus dem 14ten Jahrhundert. Alle Leute sind sehr, sehr zuvorkommend. Auch die Frauen, eingehüllt in ihren Kopftüchern und Ganzkörperbekleidungen waren sehr hilfsbereit und lachten sehr gerne mit.   Gewürze dürfen nich fehlenEin Restaurant der anderen Art

Garetten Bahnhof

Ich fragte mich, was all die Schubkarren an jeder Ecke darstellen sollten. Am Abend wurde ich dann aufgeklärt: Frauen, die zusammen mit den Kindern vieles einkaufen wollen, können einen Diener bzw. ein «Garretenschieber» mieten, der ihnen alles einlädt und nach Hause transportiert.

Rassismus mir gegenüber war nie, in kleinster Weise zu spüren. Ja, ich fühlte mich immer und überall wohl und sehr sicher…. 

Museum von Qatar

Museen sind ein wichtiger Bestandteil von Doha. Das grosse Sandrosenmuseeum wurde am Samstag der 30.3.2019 eingeweiht. Ich durfte während des Aufbaus für die Eröffnungsfeierlichkeiten Fotos für mich machen. Man zeigte mir sogar einige sehr schöne Stellen und Details des Gebäudes.

Islamische Museum

Ein sehr schönes und grosszügiges Museum. Freier Eintritt ist in Doha bzw. ganz Katar Standard. Ein Besuch lohnt sich auf jedenfall.

Am nächsten und letzten Tag genoss ich die frische Luft am Strand. Die Sanddünen hinter mir und die Kamele als Foto Sujet waren eine wunderbare Ergänzung.

Katar hat mir sehr gut gefallen. Ein offenes und prosperierendes Land, dass sich auf jeden Fall lohnt zu besuchen.

…und Zuhause

Das ist nun vorerst mein letzter Blogbeitrag. Ich werde bei Zeit und Gelegenheit jedoch wieder schreiben und meine Reisen in der Zukunft festhalten. 

Ach ja, Reisen… Meine nächsten Projekte sind schon in der Schublade. Diese werden aber eher länger als 3 Monate dauern. 

Herzlichen Dank für alle die mich unterstützen um diesen Blog schreiben zu können. Aber vor allem gebührt Dank an sie liebe Leserinnen und Leser. Ich freue mich immer sehr über eure Kommentare und Feedbacks.

 

3 Antworten auf “Qatar / Doha”

  1. Hallo Adrian
    Vielen Dank, dass Du mich mit auf Deine Reise genommen hast. Es war sehr interessant, spannend, abwechslungsreich und kostengünstig für mich 😉
    Leider konnte ich Deine Wahrnehmungen, wie Freude, Befürchtungen, neue Freundschaften, Geschmäcker, Düfte usw. nicht 1zu1 miterleben.
    Aber es war ungeachtet dessen supertoll.
    Ich freue mich schon auf weitere Impressionen.
    Ich hoffe Du bist trotzdem gerne nach Hause gekommen.
    Liebi Grüess
    And welcome back
    Anita Felder

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  2. Lieber Adrian Danke für den interessanten Reisebericht. Es ist immer ein Vergnügen, deine Berichte zu lesen. Deine Berichte sind allesamt sehr spannend geschrieben. Herzlichen Dank!

    Lieber Gruss Sandra

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